Gruppe o2

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
18
Dez

KAMPF UM DIE TRAUN - Buchpräsentation und Diskussion

FR 18.Dez.2020 - 18:00 Uhr - O2 ROSSSTALL LAMBACH - Kampf um die Traun. Buchpräsentation und Diskussion. Im Jänner 1996 begannen die Rodungen für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Traun zwischen Lambach und Stadl-Paura. Eine bemerkenswerte Protestbewegung wurde aktiv. Anrainer/innen und Umweltschützer/innen aus ganz Österreich besetzten den Wald und lieferten Polizei, Bauarbeitern und Kraftwerksbefürwortern ein dreimonatiges „Katz und Maus“-Spiel. Es war die längste Besetzung dieser Art in der österreichischen Geschichte. Im Mikrokosmos der beiden Kleinstädte spitzte sich die Lage zu, die Fronten verliefen oft quer durch Familien, Freundschaften, ja sogar Ehen zerbrachen. Die Auseinandersetzung wurde nicht nur um Bäume geführt, es war ein Kampf um die Meinung im Lande. Das Streuen von Gerüchten, Verbreiten von „Fake News“ und Verschwörungstheorien war auch im prä-digitalen Zeitalter Teil des Konflikts. Schließlich eskalierten die Spannungen. Gegner*innen des Projekts sahen sich nicht selten mit Drohungen konfrontiert, verbale Angriffe schlugen mitunter in körperliche Gewalt um. So erzählt „Kampf um die Traun“ nicht nur ein bemerkenswertes Stück Zeitgeschichte anhand ökologischer, politischer und ökonomischer Aspekte, sondern auch davon, wie dünn das Mäntelchen unserer Zivilisation manchmal ist. Wie schnell Meinungsverschiedenheiten in Gewalt umschlagen können - und welche Rolle Politik, Medien und Zivilgesellschaft dabei spielen. Nach einem Baustopp bis Herbst ´97 wurde das Kraftwerk, schließlich doch errichtet. Die Folgen des Widerstands sind dennoch bemerkenswert…Marina Wetzlmaier und Thomas Rammerstorfer haben sich auf eine Spurensuche begeben und mit zahlreichen Akteur*innen des damaligen Konfliktes gesprochen. Im Anschluss an die Buchpräsentation diskutieren sie mit Rudi Anschober, Regina Lint und Herbert Huss. Wir sorgen für Ihre und unsere Sicherheit. Auf Grund der Corona-Verordnung - maximale Sicherheitsabstände, begrenzte Sitzplätze und Maskenpflicht für die Besucher in öffentlichen Räumen (auch auf den Sitzplätzen) - AUSSCHANK-VERBOT - Verbindliche Anmeldung notwendig - bitte um (Karten/Sitzplatz-Reservierung) Anmeldung auf der Homepage. www.gruppeo2.at - Kartenreservierung bis zum 30.11.2020. FREIWILLIGER KULTURBEITRAG

2020-12-18-traunkampf

FR 18.Dez.2020 - 18:00 Uhr - O2 ROSSSTALL LAMBACH - Kampf um die Traun


Buchpräsentation und Diskussion. Im Jänner 1996 begannen die Rodungen für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Traun zwischen Lambach und Stadl-Paura. Eine bemerkenswerte Protestbewegung wurde aktiv. Anrainer/innen und Umweltschützer/innen aus ganz Österreich besetzten den Wald und lieferten Polizei, Bauarbeitern und Kraftwerksbefürwortern ein dreimonatiges „Katz und Maus“-Spiel. Es war die längste Besetzung dieser Art in der österreichischen Geschichte.Im Mikrokosmos der beiden "Kleinstädte" spitzte sich die Lage zu, die Fronten verliefen oft quer durch Familien, Freundschaften, ja sogar Ehen zerbrachen. Die Auseinandersetzung wurde nicht nur um Bäume geführt, es war ein Kampf um die Meinung im Lande. Die Kraftwerksbefürworter, angeführt von Landeshauptmann Pühringer und der OKA (heute „Energie AG“), bemühten sich stets die Gegner/innen als professionelle und gar bezahlte „Protesttouristen“ (Landeshauptmann Pühringer) darzustellen. Höhepunkt der Propagandaschlacht bildete die Kontroverse um einen „Faustschlag“ gegen Pühringer, die sogar Eingang in die offizielle Geschichtsschreibung des Landes fand. Das Streuen von Gerüchten, Verbreiten von „Fake News“ und Verschwörungstheorien war auch im prä-digitalen Zeitalter Teil des Konflikts. Schließlich eskalierten die Spannungen. Gegner*innen des Projekts sahen sich nichtselten mit Drohungen konfrontiert, verbale Angriffeschlugen mitunter in körperliche Gewalt um. So erzählt„Kampf um die Traun“ nicht nur ein bemerkenswertes Stück Zeitgeschichte anhand ökologischer, politischer und ökonomischer Aspekte, sondern auch davon, wie dünn das Mäntelchen unserer Zivilisation manchmal ist. Wie schnell Meinungsverschiedenheiten in Gewalt umschlagen können - und welche Rolle Politik, Medien und Zivilgesellschaft dabei spielen.Nach einem Baustopp bis Herbst ´97 wurde das Kraftwerk, schließlich doch errichtet. Die Folgen des Widerstands sind dennoch bemerkenswert…Marina Wetzlmaier und Thomas Rammerstorfer haben sich auf eine Spurensuche begeben und mit zahlreichen Akteur*innen des damaligen Konfliktes gesprochen.

Im Anschluss an die Buchpräsentation diskutieren sie mit Rudi Anschober, Regina Lint und Herbert Huss.

Verbindliche Platzreservierung notwendig & NMS-Maske bis zum Platz - kein Ausschank.
Begrenzte Teilnehmerzahl - FREIWILLIGER KULTURBEITRAG

 

Newsletter

Bitte Vornamen eintragen!
Bitte Nachnamen eintragen!
Bitte gültige Email-Adresse eintragen!

Karten-Reservierung

Bitte gültigen Namen angeben
Bitte gültigen Namen angeben
Bitte Email-Adresse angeben
Bitte gültige Telefonnummer angeben
Bitte gültigen Ort angeben
Invalid Input